Was wir nie tun werden.
Die meisten Dienste listen auf, was sie können. Hier steht, was es bei uns nie geben wird – und zwar nicht, weil die Zeit fehlt.
Bei einem Kurzlink-Dienst entscheidet nicht der Funktionsumfang darüber, ob man ihn guten Gewissens einsetzen kann, sondern was er über die Menschen erfährt, die auf einen Link klicken. Diese Menschen haben uns nicht ausgesucht. Sie haben ein Plakat gesehen, eine Speisekarte, eine Nachricht. Sie können nicht wählen, wem sie dabei begegnen.
Deshalb diese Seite. Was hier steht, ist keine offene Aufgabe für später, sondern eine Entscheidung.
Keine Wiedererkennung einzelner Besucher
Wir speichern nie ein Merkmal, mit dem sich ein Aufruf einem bestimmten Gerät oder einer bestimmten Person zuordnen ließe: kein Cookie beim Weiterleiten, keine IP-Adresse, keinen Fingerabdruck aus Browser-Eigenschaften, keine Kennung, die zwei Aufrufe verbindet. Was wir zählen, sind Summen – wie oft, an welchem Tag, von welcher Seite, mit welcher Geräteart. Auf der Startseite steht der vollständige Datensatz im Wortlaut.
Keine minutengenauen Klickzeitpunkte
Der Zähler hält den Tag fest, nicht die Uhrzeit. Bei einem Link mit einer Handvoll Aufrufe wäre ein sekundengenauer Zeitpunkt der einzige Wert im ganzen Bestand, über den sich ein einzelner Besuch zeitlich verorten – und mit anderen Quellen zusammenführen – ließe. Es ist die Funktion, nach der am häufigsten gefragt wird. Die Antwort bleibt nein.
Kein Conversion-Tracking, keine Umsatz-Attribution
Zu wissen, welcher Klick zu einem Kauf geführt hat, setzt genau das voraus, was oben ausgeschlossen ist: eine Kennung, die den Menschen vom Klick bis zur Kasse begleitet. Wer das braucht, braucht einen anderen Dienst – und sollte den Leuten davor sagen, dass er ihn benutzt.
Keine Retargeting-Pixel, kein Cross-Site-Tracking
Es wird nie möglich sein, in unsere Weiterleitung ein Skript oder Zählpixel eines Dritten einzuhängen. Bei kommerziellen Anbietern ist das eine beworbene Funktion: Wer deinen Link anklickt, bekommt anschließend deine Werbung. Technisch ist es dasselbe wie eine Wanze im Türrahmen.
Kein Link-Cloaking
Ein Kurzlink verbirgt sein Ziel ohnehin – das ist sein Wesen und lässt sich nicht
ändern. Was sich ändern lässt, ist, ob er zusätzlich täuscht. Deshalb
lehnen wir Adressen mit Namensteil ab (https://bank.de@andere.tld/), und die
Vorschau, die Chats von einem geteilten Link zeigen, nennt dasselbe Ziel, auf das auch
jeder Mensch geleitet wird – sichtbar und klickbar.
Keine Abo-Falle mit deinen Links
Ein einmal erstellter Kurzlink bleibt erreichbar.* Es wird nie eine Funktion geben, die bestehende Links abschaltet, weil eine Zahlung ausbleibt. Ein gedruckter QR-Code gehört dem, der ihn gedruckt hat, nicht uns. Läuft der Pro-Tarif aus, gelten wieder die Free-Bedingungen für Neues – das Bestehende bleibt.
* Einzige Ausnahme: Kurzlinks, die jahrelang nicht ein einziges Mal aufgerufen wurden (zwei Jahre bei Konten mit E-Mail-Adresse – mit Vorwarnung per Mail –, fünf Jahre ohne Kontaktmöglichkeit), werden aufgeräumt. Jeder einzelne Aufruf setzt die Frist zurück. Details in den AGB.
Was das nicht heißt
Es heißt nicht, dass es keine Statistik gibt. Es gibt eine – sie beantwortet „wie oft", „an welchen Tagen" und „woher", nur eben in Summen. Es heißt auch nicht, dass ein Link nicht je nach Gerät oder Sprache woandershin führen kann: Das wird beim Aufruf geprüft und danach vergessen.
Der Unterschied ist immer derselbe. Eine Eigenschaft der Anfrage zu prüfen und zu vergessen, ist etwas anderes, als sie einer Person zuzuordnen und aufzuheben.
Und du musst uns nicht glauben
Die Software hinter 1337.kiwi ist quelloffen: flatlink ist derselbe Kern, den dieser Dienst benutzt. Die Zählung, der Weiterleitungsweg und die Weichen sind dort ein paar Dutzend Zeilen zum Nachlesen. Wer eine Stelle findet, an der mehr über Besucher gespeichert wird, als hier steht, darf uns das gern als Fehler melden – die Adresse steht im Impressum.
Ein Versprechen ist so viel wert wie seine Überprüfbarkeit.